Mit Blick auf die herannahende Jägerprüfung nutzten die Jagdscheinanwärter am vergangenen Samstag, den 11. April 2026, eine wertvolle Gelegenheit zur praktischen Vertiefung: Unter fachkundiger Anleitung stand das Versorgen von Schwarzwild im Mittelpunkt.
Handwerk unter Realbedingungen
Das fachgerechte Aufbrechen (Ausweiden) fand unter realistischen Bedingungen direkt im Feld statt. Dies forderte von den Teilnehmern besondere Sorgfalt bei der Wildbrethygiene und im Umgang mit dem Messer auf unebenem Gelände. Unter Aufsicht konnten die Prüflinge jeden Schritt – vom präzisen Schnitt bis zum sauberen Entfernen der inneren Organe – selbst durchführen.
Fokus auf die Organbeschau
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Untersuchung der Organe unmittelbar nach der Entnahme. Als angehende „kundige Personen“ lernten die Teilnehmer direkt am Wildkörper, worauf es ankommt:
Anatomie verstehen: Die genaue Lage von Lunge, Leber und Milz im natürlichen Kontext.
Merkmale erkennen: Unterscheidung zwischen gesundem Gewebe und Anzeichen für bedenkliche Merkmale oder Krankheiten.
Hygiene im Feld: Strategien zur Vermeidung von Verunreinigungen ohne die Infrastruktur einer Wildkammer.
Einblick in die Nachsuche
Über die Arbeit am Stück hinaus bot der Tag eine weitere wertvolle Erfahrung: Eine Jagdschülerin nutzte die Möglichkeit, bei einer einfachen Nachsuche auf Schwarzwild zu hospitieren. Dabei konnte sie hautnah miterleben, wie entscheidend die Arbeit des Hundes und das richtige Lesen von Pirschzeichen für eine waidgerechte Jagd sind.
Dieser Praxistag festigte nicht nur das Wissen aus den Lehrbüchern, sondern schenkte den Teilnehmern das nötige Selbstvertrauen für die anstehende Prüfung und das spätere Handeln im Revier.


