Hauptversammlung 2019

Der große Schwarzwildbestand, die Afrikanische Schweinepest bestimmten 2018 die Diskussionen bei den Jägern ebenso wie der Umgang mit Wolf und Biber.

Erstellt am 16.04.2019

Die Statistik, die Andrea Maier von der Unteren Jagdbehörde des Landratsamtes der der Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung (KJV) Göppingen am Freitagabend im Uditorium in Uhingen vorlegte, spricht für sich: Noch nie haben die Jäger im Landkreis so viel Schwarzwild geschossen wie im Jagdjahr 2017/2018. Über 1 500 Wildschweine waren erlegt worden und dennoch musste Matthias Wittlinger mit zahlreichen Grundstücksbesitzern vermittelnde Gespräche führen. Sie hatten teilweise massive Schäden durch das Schwarzwild geltend gemacht. „Wir haben immer gute Lösungen gefunden“, so der Kreisjägermeister. Lobend äußerte er sich über erstmals vorliegenden Wildtierbericht. „Noch nie zuvor gab es einen so fundierten Bericht über unsere heimischen Tierarten“. Er zeige indes aber auch, dass bei Wolf und Biber durch eine falsch verstandene Tierliebe Probleme entstehen, die nur mit den Jägern gemeinsam gelöst werden könnten.

 

In seinem Grußwort hatte Jochen Heinz vom Landratsamt Göppingen auf die vielfältigen und konstruktiven Kontakte zwischen den rund 700 Mitgliedern der KJV und den Behörden des Landkreises verwiesen und insbesondere das Problem der Afrikanischen Schweinepest angesprochen. Nur in enger Zusammenarbeit mit den Jägern können ihre Ausbreitung eingedämmt werden.

Nicole Razavi (CDU) rief dazu auf, „die Jäger eigenverantwortlich arbeiten zu lassen“.

 

In seinem Rechenschaftsbericht blickte Wittlinger auf die erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahres zurück. Insbesondere der Hubertusgottesdienst im Herbst „erreicht viele Menschen, die gar nichts mit der Jagd zu tun haben. Er ist unser Aushängeschild und wichtig in einer Gesellschaft, die sich immer mehr von der Jagd entfernt.“ In diesem Jahr will er sich weiter dafür einsetzen, dass die Jagdhundesteuer nach dem Vorbild Albershausens, Eislingens oder Ottenbachs von allen Gemeinden des Kreises gestrichen wird. „Wir brauchen für die Schwarzwildbejagung unsere Hunde. Die Stöberhunde müssen deshalb von der Steuer befreit werden“, bekräftigte er.

 

Andrea Maier von der Unteren Jagdbehörde machte darauf aufmerksam, dass Ausnahmeregelungen im Zusammenhang mit der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest weiter gelten. Sie informierte über eine weitere Hegemeinschaft zum Schutz von Krick- und Stockente und Feldhasen ebenso wie über eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes. Demnach besteht aus Gründen des Gehörschutzes kein Anspruch auf einen Schalldämpfer.

 

Matthias Wittlinger sagte zu, die Mitgliederverwaltung zu vereinheitlichen. „Dann können wir in Zukunft auch wieder Ihre Geburtstage im JÄGER veröffentlichen. Keine Mehrheit fand der Antrag eines Mitglieds, auf der Homepage der KJV eine Rubrik „Gesucht – Gefunden“ einzurichten.

 

Umrahmt wurde die Hauptversammlung einmal mehr von den beiden Bläsergruppend der KJV. Sie bliesen auch das letzte Signal für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder.

 

Termine:
Der nächste Hubertusgottesdienst findet am 26. Oktober in der Stadtkirche Weißenstein statt.

Wahlen:
Bei den Wahlen zum Vorstand wurden Kreisjägermeister Matthias Wittlinger und sein Stellvertreter Dr. Alexander Schulz-Wulkow sowie die Obleute in ihren Ämtern bestätigt.
Neu gewählt wurden der Schatzmeister Matthias Graf und die Beisitzer Moritz Lege und Gottfried Schön.

Ehrungen:
Teilweise seit vielen Jahrzehnten engagieren sich Mitglieder in der KJV. Sie erhielten Auszeichnungen des Landesjagdverbandes. „Die Urkunden von unserer Künstlerin Anneliese Hermes sind mit Sicherheit die schönsten im ganzen Landesverband“, bekräftigte Matthias Wittlinger und zeichnete folgende Mitglieder aus:

Seit 50 Jahren gehören der KJV an: Rolf Dannenmann, Klaus Eisler, Günther Frey, Karl Grupp, Werner Kielkopf, Hermann Maier, Manfred Rösch und Paul Weber.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Hans Allmendinger, Harry Brückner, Rolf Epple, Karl Metzger, Gerhard Niedere, Eva Maria Schedel, Wolfgang Schwegler und Eugen Wiest.

Seit 25 Jahren Mitglied sind Reinhard Barth, Heinrich Bergs, Thomas Biegert, Elisabeth Fleischer, Heinz Frauenhoffer, Albert Halletz, Joachim Höche, Wolfgang Hoffmann, Ulrich Kilian, Klaus Meier, Adam Müller, Günther Neuwirth, Helmut Rieger, Bärbel Rosenbaum, Wilhelm Schneider, Johannes Seeger, Martin Weber, Winfried Weiss, Hansjörg Wörner, Horst Wulf und Jörg Zimmermann

Ebenfalls geehrt wurde Dietrich Danziger, der viele Jahre lang der Vorstandschaft angehört hatte.

Ein besonderes Jubiläum konnte Kurt Bundschuh feiern. Er gehört den Bläsern der KJV seit 60 Jahren an.

Seit 10 Jahren gehören zu den Bläsern der KJV: Rita Dietz, Uwe Hötzel, Monika Matzas, Markus Schweizer und Hannelore Wassermann

Erstellt am 16.04.2019
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