PM: Wald-Knigge

Fahrradfahrer, Reiter, Wanderer – der Wald ist für Viele Erholungsgebiet. Die Jäger bitten, dabei auch an seine Bewohner zu denken.

Margit Haas

Erstellt am 27.07.2020

„Jeder kann sich im Wald erholen. Wir sind dort aber nur zu Gast im Wohnzimmer vieler Wildtiere. Entsprechend sollten wir uns verhalten“, sagt Matthias Wittlinger. Der Vorsitzende der Kreisjägervereinigung Göppingen kann sehr gut nachvollziehen, dass Menschen gerne in die Natur gehen, dass sie dort nach der Hektik des Alltags Ruhe und Erholung finden.

Er bittet aber all diejenigen, die in den heimischen Wäldern zu Fuß, mit dem Fahrrad oder hoch zu Ross unterwegs sind und die besondere Atmosphäre schätzen, auf alle großen und kleinen Waldbewohner Rücksicht zu nehmen. „Wichtig ist, auf den Wegen zu bleiben“, betont der passionierte Jäger und erinnert einmal mehr daran, dass Hunde möglichst an der Leine zu führen sind.

Immer wieder müssten die Jäger leider auch die Hinterlassenschaften der Waldbesucher beseitigen. „Ob Zigarettenstummel, zurückgelassener Unrat oder Sperrmüll – Abfall hat im Wald nichts zu suchen und sollte mitgenommen werden.“ Schon kleine Glasscherben oder Drähte „können für die Waldbewohner lebensgefährlich sein“. Wittlinger beobachtet auch regelmäßig, dass gerade Kinder auf Hochsitze und Holzstapel klettern. „Das ist unter Umständen lebensgefährlich“.

Der Kreisjägermeister weist auf ein weiteres Problem gerade im Sommer hin: „Die Waldbrandgefahr ist groß. Fahrzeuge sollten deshalb nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden.“ Aus gutem Grund: „Heiße Katalysatoren können trockenes Gras schnell entzünden.“ Auch eine achtlos weggeworfene Zigarette oder unsachgemäßes Grillen seien gefährlich. Wittlinger betont: „Bei anhaltender Trockenheit gilt ein generelles Verbot von offenem Feuer, letztendlich sogar ein Betretungsverbot.“

Erstellt am 27.07.2020
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