Trockenheit: Auch Wildtiere leiden Durst

Pressemitteilung vom 28.07.2018

Erstellt am 28.07.2018

In Feld und Flur fehlt das Wasser. Die Jäger des Landkreises wissen um die Strategien von Wildtieren und wie ihnen zu helfen ist.

 

Margit Haas

 

Noch ist der Landkreis von Waldbränden wie andere Teile Deutschlands nicht betroffen. Gleichwohl leidet die Natur bei Temperaturen von weit über 30 Grad. Gut, wer das ein schattiges Plätzchen und genug zu trinken hat. „Die meisten Wildtiere sind sehr gut an unser Klima in Mitteleuropa und auch seine Extreme angepasst", weiß Kreisjägermeister Matthias Wittlinger. Tatsächlich kommen zum Beispiel Rehe erstaunlich gut mit der Trockenheit zurecht. Sie sind die „Feinschmecker“ unten den Wildtieren und ernähren sich von Blättchen und Knospen, in denen auch im Moment genug Wasser enthalten ist“. Auch der Morgentau beim Frühstück liefere ausreichend Flüssigkeit. „Wildschweine steigen zeitweise auf vegetarische Kost um", weiß der Experte. „Nur die Tiere, die unmittelbar an Gewässern leben, müssen auf Schnecken, Würmer und Larven nicht verzichten". Wichtig sei es, die „Tiere tagsüber an ihren kühlen und schattigen Plätzen im Wald in Ruhe zu lassen“. In der Dämmerung sollten zudem Wasserstellen gemieden werden. „Das sind Schlaf- und Esszimmer der Tiere, die sind tabu“.

 

Unter den Wildtieren leiden Vögel und Insekten am meisten unter der aktuellen Trockenheit. Pfützen und kleine Rinnsale sind nach vereinzelten Regenschauern in kurzer Zeit wieder ausgetrocknet. „Hier helfen kleine Tränken im Garten, wie flache Schalen, in denen schwimmende Holzstücke den Tieren Halt geben, damit sie nicht ertrinken“. Sie sollten an offenen Stellen aufgestellt werden, damit Fressfeinde und Katzen keine Deckung finden. „Die Tränke sollte jeden Tag ausgespült und mit Frischwasser aufgefüllt werden, um Bakterienbildung wie Salmonellen zu vermeiden“, empfiehlt Wittlinger.

Erstellt am 28.07.2018
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