Wildtier des Jahres

Wildtier des Jahres ist das Reh.

Erstellt am 20.03.2019

Wildtier des Jahres ist das Reh. Kreisjägermeister Matthias Wittlinger verrät Wissenswertes über die am weitesten verbreitete Hirschart in Deutschland.

 

Margit Haas

 

„Das Reh kann zu Recht als Erfolgsmodell unter den Wildtieren bezeichnet werden. Als Kulturfolger hat die kleinste und häufigste Hirschart Europas sich perfekt an den Menschen angepasst“, bekräftigt Matthias Wittlinger. Auch im Landkreis ist es weit verbreitet. Mit seinem Körperbau – längere Hinter als Vorderbeine erleichtern das Durchqueren des Dickichts - ist es seiner Lebensweise gut angepasst.

 

„Jetzt im März können Naturliebhaber Rehe besonders gut beobachten: Auf Feldern und Wiesen sind jetzt ganze Familienverbände unterwegs“, weiß der Kreisjägermeister. Die Gruppenbildung diene im Winter der Sicherheit. Dann aber lebe es wieder als Einzelgänger und wechsle auch wieder die Farbe von graubraun zu rotbraun. Bei den männlichen Tieren wächst der Kopfschmuck nach, den sie im Herbst abgeworfen haben. „Das Reh ist übrigens näher verwandt mit dem Elch als mit dem Rothirsch.“ Das Reh sei also nicht die Frau vom Hirsch. „Vielmehr heißt das männliche Tier Rehbock.“

 

Hauptsächlich im Mai kommt der Nachwuchs zur Welt. „Eine Ricke bekommt zumeist zwei Kitze“, so Wittlinger weiter. Sie sind in den ersten Lebenswochen „zum Schutz vor Feinden mit hellen Flecken auf Rücken und Flanken gut getarnt. Zudem Ducken sie sich bei Gefahr und verharren regungslos.“

 

Rehe sind die Feinschmecker unter den Vegetariern. Auf dem Speiseplan steht rein pflanzliche Kost wie frische Knospen und junge Triebe von Bäumen oder Sträuchern, zudem Kräuter und Gräser, Obst, Eicheln oder Bucheckern. Erwachsene Rehe schrecken bei Gefahr: Der Warnlaut klingt wie das Bellen eines Hundes.

Erstellt am 20.03.2019
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