Liebe Doris, liebe Martina, lieber Jonas,
liebe Trauergemeinde, verehrte Jagdfreunde und Weggefährten
Mit tiefer Bestürzung haben wir vom Tod unseres Mittjägers Alfons Weber,
der am 4. November 2025 den Kampf gegen seine Krankheit verloren hat erfahren.
Sein Leben stand ganz im Zeichen der Jagd, der Liebe zu seiner Familie und inniger Verbundenheit zu seinen Hunden.
Mit großem Respekt und Betroffenheit nehmen wir Abschied von Alfons Weber, der sein gesamtes Wirken der Jagd, dem Schutz der Natur und dem Miteinander in der Gemeinschaft gewidmet hat.
Alfons absolvierte 1974 seine Jägerprüfung und war seit 1978 Jagdpächter in Ottenbach.
Mit seinem Zwinger „vom Rehgebirge“, setzte Alfons Maßstäbe in der Zucht und Ausbildung
von Deutschen Jagdterriern.
Ihm war das Wohl seiner Hunde immer wichtig.
Im März diesen Jahres hat er zum Beispiel einen seiner Hunde aus dem Tierheim gerettet und mir vermittelt.
Als Richter und Arbeitsgruppenleiter der AG Rems Murr war er stets ein kompetenter Ansprechpartner für alle Hundeführer.
Mit Alfons Weber verlieren wir einen Menschen, der sich mit unermüdlichem Engagement und großer Leidenschaft für die Jagd, die Natur und die Gemeinschaft eingesetzt hat. Sein Wirken als Jagdpächter, Begründer und Vorsitzender der Hegegemeinschaft Stauferland, Hegeringleiter sowie als Hundezüchter hat in der Region tiefe Spuren hinterlassen.
Für jedes Problem wusste Alfons eine Lösung. Stets engagierte er sich aktiv um ein friedliches Miteinander
Ein Streit um einen Hochsitz benachbarter Jäger, der genau auf der Grenze stand, führte dazu, dass Alfons alle Beteiligten gemeinsam an einen Tisch brachte. Bei einem Glas Wein wurde so der Streit behoben und das inzwischen jährlich stattfindende Nachbarschaftstreffen ins Leben gerufen.
Alfons lag ebenfalls das Wohl der Kinder besonders am Herzen. Jahr für Jahr war er eine feste Größe im Schülerferienprogramm, begeisterte die jüngsten Teilnehmer für die Natur und vermittelte ihnen die Werte des Waidwerks. Sein offenes Ohr und seine Bereitschaft, jederzeit zu helfen, machten ihn zu einem geschätzten Ratgeber für Jungjäger und erfahrene Kollegen gleichermaßen.
Selbst als ihn die Krankheit bereits stark gezeichnet hatte, engagierte sich Alfons im Juni noch bei der Ottenbacher 750-Jahr-Feier und unterstützte zwei Tage lang tatkräftig den Stand der Ottenbacher Jäger. Für die Kinder wurde sein Mitwirken zum absoluten Höhepunkt: Sie durften Baumstämme verschiedener Baumarten als Puzzle zusammensetzen und konnten als Belohnung Geweihstangen, die Alfons eigens für diesen Anlass von zuhause mitgebracht hatte gewinnen.
Alfons war es stets ein Anliegen, Wissen weiterzugeben und den jagdlichen Nachwuchs zu fördern. Viele Jungjäger verdanken ihm ihre ersten prägenden Erfahrungen im Revier, den ersten Bockabschuss und seine Unterstützung bei allen Fragen rund um die Jagd.
Auch bei den traditionellen Veranstaltungen wie dem Hegeringschießen und der alljährlichen Hubertusmesse war Alfons stets präsent. Mit seinem enormen Engagement half er, die Kirchen in seiner Region festlich zu schmücken und trug dadurch zur besonderen Atmosphäre dieser Anlässe bei. Sein Wirken innerhalb der Hegegemeinschaft Stauferland war geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Weitsicht und großer Leidenschaft für die heimische Wild- und Naturpflege.
Mit Alfons Weber verlieren wir einen Menschen, der es verstand, mit seinem großen Herzen, seiner Hilfsbereitschaft und seiner Lebensfreude Generationen zu begeistern und zusammenzubringen. Er bleibt uns als Vorbild, Freund und Ratgeber unvergessen, sein Einsatz und seine Liebe zur Jagd und zur Gemeinschaft werden in unseren Erinnerungen weiterleben. Die Region und alle, die ihn kannten, sind dankbar für seine Spuren, die er hinterlässt.
Wir blicken dankbar zurück auf gemeinsame Stunden im Revier, Gespräche bei Kerzenschein, das leise Klingen der Gläser nach einem gelungenen Ansitz, auf ein ehrliches Wort unter Freunden. Sein Wissen, seine Leidenschaft und sein Humor werden uns fehlen!
Lieber Alfons, dein letztes Halali ist verklungen, doch dein Andenken wird in unserem Herzen weiterleben.
Waidmannsruh