Hauptversammlung 2026 der Kreisjägervereinigung Göppingen

Starke Gemeinschaft: KJV ehrt treue Mitglieder und begrüßt 33 Neujäger.

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Die diesjährige Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung stand ganz im Zeichen von jagdpolitischen Themen und der Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder.

Frieder Heer, stellvertretender Kreisjägermeister der Kreisjägervereinigung Göppingen (KJV), freute sich am Dienstagabend über den guten Besuch der Jahreshauptversammlung der KJV und begrüßte im Namen von Kreisjägermeisterin Sarah Schweizer zahlreiche Ehrengäste im Uhinger Uditorium, auch den Jagdkameraden Hermann Färber, den Berichterstatter im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat des Deutschen Bundestages, der über bundespolitische Beschlüsse, die Jäger unmittelbar betreffen, informierte. Mit Beifall begrüßt wurde, dass jetzt in genau definierten Fällen der Wolf bejagt werden darf. „Es geht um die Balance von Wolf und Weidetieren.“ Das Waffenrecht werde evaluiert. Demnächst gebe es eine zweite Beteiligungsrunde. Es muss praktikabel bleiben“, so MdB Hermann Färber. Jochen Heinz, erster Landesbeamter beim Landratsamt ging auf aktuelle Themen im Landkreis ein, insbesondere auf das Waschbärmanagement, das deutlich verbessert sei. „Demnächst“ werde eine Allgemeinverfügung zur Saatkrähenvergrämung erlassen. Enge Zusammenarbeit mit den Jägern bestehe auch bei der Prophylaxe zur Afrikanischen Schweinepest, die bislang glücklicherweise im Landkreis nicht aufgetreten sei. Jochen Heinz stimmte dem Bundestagsabgeordneten zu: Beim Wolf gelte es, „vor Ort die richtigen Entscheidungen zu treffen“. Es könne nicht sein, dass, wie aktuell geschehen, Akteure aus dem Westerwald eine Jagd im Schwarzwald verhindern. 
Im Landkreis sei es gelungen, eine „pragmatische Lösung für die Verlängerung der Jagderlaubnisse zu finden. „Wir haben die Gebühren dafür gesenkt.“ Das Geld sei „gut investiert“.

Frieder Heer dankte den Mitarbeitenden in den einzelnen Behörden „für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, auch dem Wildtierbeauftragten Jan-Niklas Michel, der informierte, dass zwischenzeitlich 28 Kreisgemeinden einen Stadtjäger bestellt haben. Er verwies darauf, dass eingewanderte Arten wie der Waschbär das ganze Jahr über gejagt werden dürfen mit Ausnahme der Muttertiere. Sein Blick in die Statistik machte deutlich, dass im vergangenen Jagdjahr die Zahl der erlegten Waschbären und des Raubwildes sich ebenso deutlich erhöht hat wie beim Schwarzwild. Jan-Niklas Michel unterstrich: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag bei aktuellen Herausforderungen.“

Frieder Heer betonte in seinem Geschäftsbericht, dass die KJV eine weitere Drohne zur Kitzrettung beschafft habe. Herr Luth wurde von uns als Drohnenobmann in den Vorstand der KJV Göppingen berufen. „Er wird uns beraten zu vielen zu beachtenden rechtlichen Fragen.“ Der stellvertretende Kreisjägermeister erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen im vergangenen Jahr mit großem Publikumsinteresse. Die erfolgreiche Arbeit der KJV mache sich auch in den Mitgliederzahlen sichtbar. So seien im vergangenen Jahr 33 Frauen und Männer nach bestandener Jägerprüfung eingetreten. Er verwies auf die zahlreichen Projekte, mit denen der Landesjagdverband Baden-Württemberg die KJV unterstützt. Dazu gehören die Saatgut- und Fallenförderung, Aktivitäten zum Lernort Natur und auch Referenten in Hegeringversammlungen. Dies machte es allerdings notwendig, den Mitgliedsbeitrag zu erhöhen. Ohne Gegenstimmen stimmte die Hauptversammlung der Erhöhung von 95 auf 110 Euro zu. Frieder Heer erinnerte daran, dass er ein Jahrzehnt stabil geblieben war.

Schatzmeisterin Evelyn Scheurer informierte, dass das gesamte Kassenwesen digitalisiert worden sei. Sie wurde ebenso wie der gesamte Kreisvorstand entlastet. Frieder Heer dankte den Obleuten und Beisitzern für ihr vielfältiges Engagement.
Ohne weitere Aussprache stimmte die Versammlung zwei Satzungsänderungen zu.

Ehrungen:
Die Kreisjägervereinigung ehrte ihre langjährigen Mitglieder:
65 Jahre: Willi Rieker
60 Jahre: Kurt Bundschu
50 Jahre: Ulrike Kormann, Karin Schindler-Schwarz, Gerhard Bothner, Arno Hippmann, Wolfgang Mayer und Harald Straub
40 Jahre: Monika Schaffer, Wolfgang Blessing, Meinrad und Thassilo Bundschu, Gerhard Deppert, Stefan Kälberer, Alfons Lohr, Markus Maier, Andreas Oberländer, Roland Siffermann und Gerhard Wahl. 
25 Jahre: Ulrich Hoßfeld, Marco Stolz, Jürgen Wahl, Björn Weller und Thomas Zeller
Den Bläsern gehören seit 50 Jahren Rudolf Probost, seit 40 Hubert Schäfer und seit 30 Jahren Axel Bühler, Bernhard Josupeit und Manfred Rehm an.


Margit Haas, Pressereferentin